Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)

Gemeindenachrichten März 2021

Auswertung Bevölkerungsumfrage, Innenentwicklung Dorfkern Ortsteil Flühli
Im Rahmen der Innenentwicklung des Dorfkerns im Ortsteil Flühli hat der Gemeinderat zwischen November und Dezember 2020 eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Die ganze Bevölkerung der Gemeinde Flühli-Sörenberg sowie Zweitwohnungsbesitzende und Gäste waren herzlichst eingeladen an der Umfrage teilzunehmen, ihre Bedürfnisse und Befindlichkeiten zu äussern, erste Entwicklungsszenarien zu beurteilen und damit zur Dorfkernentwicklung von Flühli beizutragen. An der Umfrage haben rund 170 Personen teilgenommen. 75 % der Teilnehmenden wohnen im Ortsteil Flühli. Mittlerweile wurde die Bevölkerungsumfrage ausgewertet. Die Resultate können am Anschlagkasten bei der Gemeindeverwaltung Flühli sowie hier eingesehen werden.

Schülertransport
Seit über 20 Jahren haben Rosa und Moritz Schaller-Lipp sehr zuverlässig und pflichtbewusst den Schülertransport im Gebiet Salwideli, Sörenberg und noch auf weiteren Strecken in der Gemeinde ausgeführt. Ebenfalls nach mehr als 10 Jahren hat die Touring-Garage Frei, Flühli, verschiedene Schülertransporte in unserem weitläufigen Gemeindegebiet aufgegeben. Die Transporte für die Schulkinder sind einerseits und nach Möglichkeit auf die Wochen- und Stundenpläne der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet und andererseits mit einem sehr grossen Engagement der Schulbusfahrerinnen und Schulbusfahrer verbunden. Der Gemeinderat dankt den beiden Transportunternehmen für die jahrelange unfallfreie, zuvorkommende und hilfsbereite Dienstleistung zu Gunsten der Gemeinde und der Volksschule.

Zumutbarer Schulweg
Grundsätzlich liegt der Schulweg im Verantwortungsbereich der Eltern. Die Eltern entscheiden, wie ihr Kind den Schulweg zurücklegen soll: zu Fuss, mit dem Bus oder dem Velo. Das Gemeinwesen sorgt für einen zumutbaren Schulweg. Immer wieder tauchen Fragen zum Schulweg auf und Sommer für Sommer erhitzt das Thema Schulweg und Schülertransporte die Gemüter. Bei der Überprüfung der Zumutbarkeit des Weges ist die Strecke vom Wohnhaus der Eltern bis zum Schulhaus massgebend. Was konkret ein zumutbarer Schulweg ist, wird vom Gesetz nicht definiert und muss ausgelegt werden. Dabei ist die Zumutbarkeit immer im konkreten Fall zu prüfen. Die Person des Schülers, die Art des Schulweges und die Gefährlichkeit des Weges werden beurteilt. Kommen keine zusätzlichen Erschwernisse hinzu, so kann eine Strecke von täglich viermal 1,5 km oder eine halbe Stunde Fussmarsch ab Kindergarten als zumutbar gelten.

Mami-Taxi
Allzu häufig fahren Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder zu Freizeitaktivitäten. Dadurch bewegen sich die Kinder leider immer weniger. Dieser Entwicklung könnte Einhalt geboten werden, wenn den Kindern wieder mehr körperliche Bewegung zugemutet würde. Der Schulweg bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit für ein regelmässiges Fitnesstraining und das Kind lernt auf dem Schulweg die Strassen und Plätze des Wohnortes kennen und spürt das Wetter und die Jahreszeiten hautnah. Zudem kann man zahlreiche und wertvolle soziale Erfahrungen machen.

Naturnahe Campingstellplätze – Plattform Nomady
Die Schweizer Plattform Nomady bietet naturnahe Campingstellplätze an, die derzeit voll im Trend liegen. Davon gibt es auch in unserer Region bereits einige. Für interessierte Anbieter gibt es allerdings einiges zu beachten, bevor privat Stellplätze angeboten werden können. Es sind nicht nur die kantonalen Bestimmungen ausserhalb der Bauzone, die beachtet werden müssen, sondern in unserer Gemeinde die vielfältigen Schutzzonen, die das Campieren von Gesetzes wegen verbieten. Daher sollten sich potentielle Anbieter nicht nur über das bestehende Merkblatt von Nomady informieren, sondern auch über die bestehenden Schutzzonen aufgrund der Nutzungsplanung der Gemeinde.

Wegfall der Gemeindearbeitsämter
Mit der Teilrevision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes per 1. April 2021 werden die Gemeindearbeitsämter abgeschafft. Neu müssen sich Stellensuchende für die Erstanmeldung persönlich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) in Wolhusen melden.

Jugendforum Jugendfreundliche Bergdörfer
Dieses Jahr musste das Jugendforum Jugendfreundliche Bergdörfer per Videokonferenz stattfinden. Zwei junge Frauen, Karin Tanner und Kimberly Maag, haben für unsere Label Gemeinde Flühli-Sörenberg daran teilgenommen. In diesem Forum wird vor allem über Probleme und Lösungen diskutiert, die für Jugendliche in Bergdörfern wichtig ist. Ein Thema schwang oben aus. Viele Gemeinden haben mangelnden angemessenen Wohnraum. Es hat zwar viele überalterte freistehende Wohnungen, die aber nicht sehr attraktiv für WGs und junge Paare sind.
Das liefert einen Hinweis in die Innenentwicklung Dorfkern Flühli, wo zurzeit auf Hochtouren läuft und viele Abklärungen laufen. Die Jugendlichen aus Flühli reichten zur weiteren Prüfung für die Innenentwicklung Dorfkern-Flühli ein Postulat ein. Der Gemeinderat ist erfreut, dass die Jugendlichen diesen Auftrag für die Zukunft wahrgenommen haben. Mehr zum Jugendforum finden Sie unter www.jugend-im-berggebiet.ch

Besorgniserregende Entwicklung rund um den Neubau Spital Wolhusen
Die Besorgnis war gross, als im Rahmen der «Reform 06» über die Schliessung des Spitals Wolhusen diskutiert wurde. Bevölkerung, Hausärzte und Politik setzten sich damals vehement und letztendlich erfolgreich für seinen Erhalt ein. 2014 wurde ein Neubauprojekt mit vollwertigem Angebot in den Bereichen Medizin, Chirurgie, Orthopädie und Geburtshilfe beschlossen. Ein richtiges Spital eben. Neu wird eine Tagesklinik beschrieben mit spezial-ärztlichen Sprechstunden, ambulanten Eingriffen wie Darmspiegelungen oder kleineren Operationen. Im stationären Bereich sind aber nur eine Orthopädie und eine Rehabilitationsklinik erwähnt. Auch die operative Geburtshilfe könnte auf das Leistungsangebot eines Geburtshauses reduziert werden. Keine Rede von stationärer Medizin oder Chirurgie. Kann eine alte, erkrankte Person aus Flühli Sörenberg im neu definierten Angebot im Spital Wolhusen noch stationär weiterbehandelt werden? Können medizinische Notfälle aus unserem Tourismusgebiet im neu definierten Angebot im Spital Wolhusen noch fachgerecht behandelt werden? Die Medienmitteilung vom 17. März 2021 des Gesundheits- und Sozialdepartements Luzern «Neubau LUKS Wolhusen: Die Versorgung in der Region langfristig sichern» hinterlässt viele offene Fragen, anstatt sich über den Spital-Neubau freuen zu dürfen.

Biodiversität im Siedlungsraum
Frau Saskia Aeschbach, Praktikantin bei der UNESCO Biosphäre Entlebuch, hat ein Konzept zur Biodiversitätsförderung im Siedlungsgebiet spezifisch für die einzelnen Gemeinden in UNESCO Biosphäre erstellt. Als Ergebnis ihrer Arbeit sind zwei Informationsbroschüren entstanden. Eine widmet sich dem Thema «Biodiversität im eigenen Garten» und fokussiert sich auf naturnahe Gartengestaltung im privaten Bereich. Die andere widmet sich dem Thema «Naturnahe Grünflächen im Siedlungsgebiet» und richtet sich mit der Anlage und Pflegen naturnaher Flächen im Siedlungsraum speziell an Unterhaltsverantwortliche. Die Broschüren sind auf der Webseite der Biosphäre zu finden und für Rückmeldungen, Fragen oder auch für die Unterstützung bei der Umsetzung von Massnahmen kann man sich an Tanja Koch, Projektleiterin Natur und Landschaft, wenden (t.koch@biosphaere.ch).

 

Flühli, 23. März 2021
Hella Schnider-Kretzmähr